Gruppenausstellung

Eine kleine Geschichte der Menschlichkeit

Universitätsklinikum Freiburg
Klinik für Onkologische Rehabilitation in der Klinik für Tumorbiologie
Lehener Straße 86, 79106 Freiburg
täglich 9–17 Uhr

Wir haben diese Ausstellung konzipiert, kuratiert und organisiert und sind selbst mit unseren Arbeiten vertreten. Zehn Künstler:innen zeigen 40 Werke, an einem besonderen Ort.

Wir waren uns einer gewissen Verantwortung bewusst: An diesem Ort kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen, ein Querschnitt der Gesellschaft. Diesem Mehrklang wollten wir mit einer Ausstellung begegnen, in der alle etwas finden, das berührt.

Die Ausstellung vereint künstlerische Ausdrucksformen, die sich mit dem menschlichen Erleben auseinandersetzen. Sie gibt keine endgültigen Antworten und vermittelt keine universellen Wahrheiten, sondern lädt zu neuen Perspektiven, Erinnerungen und Momenten der Reflexion ein. Die Werke eröffnen einen stillen Dialog zwischen den Künstlerinnen und den Betrachtenden. Sie lassen Menschlichkeit in ihren vielen Facetten spürbar werden – in Verbundenheit, Freude und Schmerz.

Mit: Helga Bauknecht, Melanie Beulich, Fays Bougherara, Andrea Duerr, Isabelle Kanther, Anna Mintrop, Michaela Rausch, Tobias Traub, Philipp Wegener, Luise Wegner

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Monatliche Führung

Wann wird etwas bedeutungsvoll?

Eine Wolke wird zum Gesicht oder ein Fleck zur Figur? Unser Gehirn erträgt das Unbestimmte schlecht und sucht Muster, auch dort, wo keine sind. Diesen Mechanismus nennt man Pareidolie. Er ist der Ausgangspunkt unserer Malerei.

Einmal im Monat gehen wir gemeinsam durch unsere Werke. Dabei schauen wir dem eigenen Sehen zu. Was erkennen Sie, was andere vielleicht nicht sehen? Woran erinnert Sie das? Und was sehen Sie beim zweiten Blick?

Die Bedeutung liegt nicht im Bild, sie entsteht in Ihnen. Erfahrungen, Erinnerungen, Sprache und Kultur wirken wie Filter. Unsere Bilder setzen Leerstellen und werden zur Projektionsfläche. Wer hinschaut, wird zur Mit-Autorin, zum Mit-Autor des Bildes.

Dabei geht es auch um etwas, das die Kunst uns fürs Leben mitgeben kann: Ambiguitätstoleranz. Gemeint ist die Fähigkeit, Mehrdeutigkeit nicht als Bedrohung zu erleben, sondern als Möglichkeit. Nicht alles muss eindeutig sein, um wertvoll zu sein.

Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Sie müssen nichts wissen, nur hinschauen und sich vielleicht dabei beobachten, wie Sie schauen.


Termine: 09.30 Uhr an jedem letzten Sonntag im Monat
Treffpunkt: Eingangsbereich
Teilnahme: kostenlos

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